Schiffsfonds vor Comeback?

3.09.2017

Deutsche Schiffsfonds in Seenot! So und so ähnlich lauteten jahrelang die Schlagzeilen in der Presse. Weniger als zehn Jahre ist es gerade einmal vorbei: Die Frachtraten krachten mit lautem Knall auf den Boden und zwangen die meisten Fonds in die Pleite. Anleger erinnern sich genau: Sie verloren nicht nur ihren Einlagen, sondern mussten oft ausgeschüttete Erträge zurücküberweisen oder Steuern nachzahlen. Milliarden verpufften – ins Nichts!

Nun sind drei neue Schiffsfonds aufgelegt worden. Sie wollen 70 Mio. Euro einsammeln und das Geld in zwei Massengutfrachter und ein Flusskreuzfahrtschiff investieren. Prognostizierte Rendite: Zwischen 5,5 und 11 Prozent. Klingt vielversprechend – wenn der Markt sich denn so entwickelt, wie prognostiziert. Das Angebot richtet sich weniger an Privatanleger, sondern eher an institutionelle Anleger, vor allem aus dem Ausland.

Für Anleger, die die Konsolidierung des Marktes als abgeschlossen betrachten, gibt es eine Alternative: Sie investieren in Aktiengesellschaften, die Schiffe kaufen und verchartern – und nicht in einzelne Objekte. Gegenüber dem Einzelinvestment gehen sie weniger Risiken ein: eine Mindestanlagesumme besteht nicht, das Kapital wird auf mehrere Objekte gestreut und das Investment ist jederzeit liquide. Da man nicht Kommanditist wird, entsteht, auch im ungünstigsten Fall, keine Nachschusspflicht.

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